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«Franchising» – die professionelle Form um
Synergien zu nützen
Seit Beginn meiner «Kariere» als Karatetrainer
im Jahr 1974 konnte ich immer wieder feststellen, dass sich die
besonders leistungswilligen und talentierten SchülerInnen von
renommierten Lehrern früher oder später von ihnen trennten, um ihre
eigenen Wege mit einem eigenen Dojo zu gehen.
Gründe dafür gibt es viele und es spricht auch überhaupt nichts
dagegen - ganz im Gegenteil - denn dadurch entsteht eine gesunde
Konkurrenz, welche der Karateszene sicher sehr gut tut.
In den meisten Fällen war jedoch ein völliges Loslösen, ja sogar ein
späteres Gegeneinanderarbeiten zu beobachten, und dies ist mehr als
bedauerlich.
Eigentlich könnte es einem beim ersten Hinsehen als total logisch
vorkommen, dass sich das «Mutterdojo» von seinem neuen «Rivalen»
entfernt, und umgekehrt. Schliesslich hat der Gründer des neuen
Dojos alles begriffen, und er weiss genau, wo es langgeht, und der
verlassene «Altmeister» fühlt sich möglicherweise von seinem «Deshi»
verraten.
Sieht man jedoch ein zweites Mal hin, so erkennt man, dass der
Schüler einen Meister fand, welcher sein Talent zu fördern wusste
und ihn zu einem selbständigen Karateka herangezogen hat, und der
Meister seinerseits einen besonderen Schüler hatte, welcher
Ausserordentliches zu leisten vermochte. Somit ist die Beziehung
zwischen diesen zwei Menschen von besonderem Wert.
Wenn nun ein Meister bzw. ein Schüler erkennen würde, wie es um die
Tatsachen und die Gefühle des andern steht, und wie wertvoll ein
weiteres Zusammenarbeiten für beide wäre, käme es selten zu einer
totalen Trennung, denn auch hier gilt:
«Das Ganze ist mehr als
die Summe der einzelnen Teile»
Als viel gravierender stufe ich jedoch eine mangelnde Zusammenarbeit
der einzelnen Dojos untereinander (bzw. innerhalb eines
Karateverbandes) ein, denn die gleichen Beobachtungen kann man
leider oft auch dort machen.
Seien dies Terminkollisionen der verschiedenen Aktivitäten mangels
Absprachen, separat geführte Werbeaktionen jedes einzelnen Dojos,
nicht publizierte Diplomarbeiten von SpitzentrainerInnen, interne
TrainerInnenaus- und -fortbildung ohne Zulassung Dritter, das
unkoordinierte Einkaufen von Ausrüstungs- und Verkaufsmaterial, das
Vernichten zugestellter Kursausschreibungen anderer usw.
Da der Karateka an sich ein Einzelkämpfer ist und dazu neigt sein
eigenes «Königreich» aufzubauen, habe ich seit der Eröffnung meiner
zweiten Karateschule (1980) an mehreren Neugründungen die
verschiedensten Muster des Zusammenarbeitens ausprobiert. Jahrelang
suchte ich nach einem Modell, bei welchem die aus dem «Miteinander»
entstehenden Synergievorteile voll zum Tragen kommen und ein
Dojo-Leiter trotz des Zusammenschlusses selbständig und
eigenverantwortlich arbeiten kann.
Meine langjährigen Erfahrungen haben schliesslich gezeigt, dass mit
dem «Franchising» die besten Voraussetzungen dafür definiert werden
können.
Wie funktioniert das Franchising?
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Das Franchising ist eine Übereinkunft
zwischen dem Franchisegeber («erfahrener, etablierter Leader»)
und den Franchisenehmern («angeschlossene Partner»), welche auf
dem «win-win-Prinzip» beruht.
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Durch das Franchising kommen die Erfahrungen
des Franchisegebers sowie der andern Frachisenehmer auch Dritten
zu.
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Die erwähnten Synergieeffekte haben zur
Folge, dass die verschiedenen zeitlichen Aufwendungen und Kosten
für Verwaltung, Internetauftritt, Werbung, TrainerInnenaus- und
-fortbildung, Veranstaltungen, Materialeinkäufe usw. für alle
Beteiligten massiv gesenkt werden können.
Hier die wichtigsten Punkte, welche die beiden
Vertragspartner betreffen:
Der Franchisegeber:
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Der Franchisegeber hat fundierte Kenntnisse
in den Bereichen Dojo-Einrichtungen, Werbung, Public-Relation,
Management, Mitgliederbetreuung, Mitgliederverwaltung,
Mate-rialeinkauf, Verträge, Ausbildungskonzepte,
MitarbeiterInnenführung, Trainer-Innenaus- und -fortbildung,
Turnierorganisation, Coaching, Organisation von Trainingslagern
usw.
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Der Franchisegeber verfügt über eine
langjährige Erfahrung im Bereich des professionellen
Karateunterrichts.
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Das Leitbild (siehe separates Kapitel) der
Dojos des Franchisegebers ist klar strukturiert und schriftlich
definiert.
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Das «CI» (Name, Firmenlogo/Erscheinungsbild,
Firmenfarben, Schriftzug usw.) des Franchisegebers ist seit
Jahren gesamt-schweizerisch gut eingeführt und steht für
Beständigkeit, Seriosität, Qualität und hohen Ausbildungsstand.
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Der Franchisegeber verfügt über gute
nationale und internationale Kontakte.
Der Franchisenehmer:
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Der Franchisenehmer kann sich mit dem
Leitbild des Franchisegebers identifizieren und er möchte von
den Erfahrungen und Vorarbeiten des Franchisegebers profitieren,
ohne dabei seine Selbständigkeit zu verlieren.
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Der Franchisenehmer ist bereit, die vom
Franchisegeber geforderten Auflagen in Sachen Dojo-Einrichtung,
Seriosität, Ausbildungskonzepte und Ausbildungsqualität zu
erfüllen.
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Der Franchisenehmer erhält vom
Franchisegeber die Zustimmung zur Verwendung seines «CI» (Name,
Firmen-logo/Erscheinungsbild, Firmenfarben, Schriftzug usw.).
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Dem Franchisenehmer stehen sämtliche
Werbevorlagen des Franchisegebers zur Verfügung (Mailing,
Werbetexte, Plakate, Kleber, Prospekte, Gutscheine, Flyer usw.)
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Der Franchisenehmer und seine
MitgliederInnen haben Zugang zu den internen TrainerInnenaus-
und -fortbildungskursen des Franchisegebers sowie zu allen von
ihm organisierten Aktivitäten.
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Der Franchisenehmer erhält die Möglichkeit
die Website des Franchisegebers für die Präsentation seiner
Karateschule zu nützen.
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Der Franchisenehmer erhält auf alle vom
Franchisegeber geführten Verkaufsartikel einen Rabatt von 20%.
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Der Franchisenehmer wird vom Franchisegeber
in allen Fragen, welche mit der Führung einer Karateschule in
Zusammenhang stehen, unterstützt.
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Der Franchisenehmer ist bereit mit dem
Franchisegeber einen entsprechenden Vertrag einzugehen, in
welchem die Vertragsdauer, Kündigungsmodalitäten usw. sowie die
Leistungen der beiden Parteien definiert sind.
Es würde mich sehr freuen, wenn sich die/der
eine oder andere Leserin/Leser eine Zusammenarbeit mit unseren
Karateschulen vorstellen könnte, und sie/er sich für ein
unverbindliches Gespräch mit mir in
Verbindung setzten würde. |